H.M.S Bounty

Die H.M.S. Bounty war nicht irgendein Schiff. Das Schiff ging in die Geschichte ein, weil es an einem Abenteuer beteiligt war, das in einer Meuterei endete.

 

Geschichtliches

Die Bounty war ursprünglich ein Handelsschiff namens “Bethia”, bevor sie 1787 von der britischen Marine requiriert und umgebaut wurde. Sie erhielt von König Georg III den Auftrag, nach Tahiti zu fahren, um von dort Samen und Setzlinge des Brotfruchtbaums zu holen. Mann hatte die Absicht, diesen Baum in den britischen Kolonien auf den Westindischen Inseln anzupflanzen. Seine Früchte sollten als billige Nahrungsquelle für die Sklaven auf den Plantagen dienen.

Am 16. August 1787 wurde William Bligh (1754-1817) zum Kapitän des Schiffes bestimmt. Am 23. Dezember des gleichen Jahres machte sich die Bounty auf eine Reise, die in die Geschichte eingehen sollte.

Am 29. April 1789 befand sich das Schiff auf dem Weg von Tahiti in die Karibik in der Nähe der Freundschaftsinseln, dem heutigen Tonga. Dort führte Fletcher Christian, einer der Offiziere, eine Meuterei gegen den tyrannischen Kapitän durch und zwang ihn, zusammen mit 18 ihm treu ergebenen Seeleuten, das Schiff in einem Ruderboot zu verlassen. Sie fuhren damit über 5800 km, bevor sie am 14. Juni in der Nähe von Java sicher an Land gingen.

Die Meuterer kehrten unterdessen nach Tahiti zurück, wo sie sich in zwei Gruppen teilten. Eine Gruppe blieb auf der Insel, während die andere im Jahr 1790 erneut mit der Bounty losfuhr. Mit einigen Eingeborenen (sechs Männern und zwölf Frauen) fuhren sie die Insel Pitcairn an, die bis dahin noch unbewohnt war. Dort wurden alle brauchbaren Dinge von der Bounty an Land gebracht und das Schiff wurde aus Furcht vor Entdeckung verbrannt. Bald brachen innerhalb der Gruppe Machtkämpfe aus, bei denen viele zu Tode kamen. Als die USS Topaz Jahre später die Insel erneut entdeckte, lebte nur noch einer der Meuterer, John Adams. Sein wirklicher Name war allerdings Alexander Smith. Er hatte acht oder neun Frauen und mehrere Kinder. Die kleine Bevölkerung dieser Insel, die seit 1839 zu Großbritannien gehört, stammt von diesem Überlebenden ab.

Kurz nach der Meuterei wurden die Seeleute, die in Tahiti geblieben waren, von der Besatzung der H.M.S. Pandora gefangen genommen. Der Kapitän der H.M.S. Pandora, Edward Edwards, hatte den Auftrag, die Meuterer der Bounty nach England zurückzubringen, wo sie vor Gericht gestellt werden sollten.

Doch die Pandora, eine Dreimastfregatte mit 24 Kanonen und 160 Mann Besatzung, erlitt am 24. August 1791 bei der Rückreise mit den Gefangenen vor der australischen Küste Schiffbruch.

Der Kapitän und die überlebenden Besatzungsmitglieder hatten nun das gleiche Schicksal wie Kapitän Bligh. Diesmal gab es allerdings vier Boote mit 98 Überlebenden, darunter auch einige der Gefangenen.

Am 13. September sichteten sie Timor. Am 6. April des folgenden Jahres bestiegen sie die H.M.S. Georgia und fuhren nach England.

(H.M.S.: “Her Majesty’s Ship”)

Technische Daten

Original

Modell

Lange ca.:

38 m

Länge ca.:

830 mm

Breite ca.:

8 m

Breite ca.:

180 mm

Höhe ca.:

32 m

Höhe ca.:

710 mm

Verdrängung ca.:

215 t

Maßstab:

1:46

Besatzung:

46 Mann

 

Baubericht, Bilder und weitere Informationen folgen nach Fertigstellung.

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