Schoner Albatros

 

Beschreibung

Der Schoner Albatros wurde im Jahr 1840 in den Werften von Baltimore gebaut. Er war mit einer Deckbewaffnung ausgestattet, da er zur Verteidigung der amerikanischen Küsten eingesetzt werden sollte.

Die schlanke Form des Rumpfes und das Glattdeck waren den französischen Fregatten nachgebaut worden, die während des Unabhängigkeitskrieges häufig amerikanische Häfen anliefen. Der Schoner erhielt in den Vereinigten Staaten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert sein endgültiges Aussehen und etablierte sich rasch an beiden Küsten. Sein feiner, glatter Rumpf sorgte für ein gutes Fahrverhalten. Das Schiff war hauptsächlich dem Handelsverkehr und der Hochseefischerei gewidmet.

(Beschreibung aus der Bauanleitung)

Technische Daten

Maßstab:

1:55

Länge über alles:

510 mm

Breite über alles:

160 mm

Höhe über alles:

390 mm

Baubericht der Albatros

Den Bausatz der Albatros bekam ich im Jahre 2000 zu Weihnachten. Aus beruflichen Gründen wurde dieser erst mal auf die Seite gelegt. Als ich im Jahr 2005 meinen Hobbyraum umgestaltete und einige Regale und Schränke einbaute, viel mir beim Ausräumen dieser Bausatz, an den ich schon gar nicht mehr gedacht hatte, wieder in die Hände. Ich nahm mir vor, nach der Umbauaktion meines Hobbyraumes, diesen wunderschönen Schoner aus dem 19. Jahrhundert zu bauen. Im Oktober 2005 war es dann soweit. Nach dem Öffnen der Verpackung wurde das ganze Material sortiert und auf Schäden untersucht. Über die Qualität der Materialien war ich sehr erfreut, da es dann ein leichtes ist, ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Alle Kleinteile waren fein säuberlich in kleine Tütchen verpackt und nummeriert.

Der Bauplan ist in einem großen Maßstab gehalten, mit vielen Detailzeichnungen und Ansichten aus verschiedenen Perspektiven. Die Gesamtansicht von Steuer- und Backbord, die Sicht von oben und auch die Zeichnungen für die Takelage waren im Baumaßstab 1:55 abgebildet.

Als erstes wurde der Kiel und die Spanten aus den vorgestanzten Brettchen herausgetrennt. Dabei musste ich mit einem Cutter die Teile nachschneiden, da diese nicht ganz durchtrennt waren. Nach dem sauberen verschleifen der Teile wurden sie ineinander gepasst und ausgerichtet. Stimmte alles, wurden sie wieder auseinander genommen und dann mit einem Tropfen Weißleim versehen wieder zusammengesetzt. Als nächstes war die Deckplatte dran. Sie wurde, wie die anderen Teile auch, aus einem Brettchen herausgetrennt, verschliefen und an das Spantengerippe angepasst und verleimt. Zusätzlich wurden kleine Nägelchen zur Fixierung verwendet.

Zur besseren Stabilität wurden von mir noch alle Kanten mit Weißleim verstrichen. Da ich nun am Rumpf im Moment nichts mehr machen konnte, wurden die ersten kleineren Teile in Angriff genommen. Mit den sogenannten Grätinge sollte es losgehen. Diese wurden aus jeweils sieben vorgefertigten Leisten, die in der Mitte zu trennen waren, zusammengesteckt und verleimt. Danach wurden die Überstehenden Stücke abgefeilt. Als nächstes bekamen sie aus 1,5x4 mm Sapeli-Leisten einen Rahmen, der wiederum mit einem Sockel aus 2x2 mm Mansonia-Leisten versehen wurde. Der Luckendeckel und der Untersatz des Ruderraums wurden aus 1,5x4 mm Ayous-Leisten erstellt, der Rahmen und Sockel in gleicher Weise wie bei den Grätinge. Auch das Kompasshäuschen aus Ayous Holz wurde mit Sapeli- und Mansonia-Leisten verkleidet.

Nun konnte ich mich wieder um den Rumpf kümmern. Mit einer Halbrundfeile wurden die Kanten der Spanten und des Kiels so abgefeilt, das die Beplankung aus Sapeli-Leisten einen guten Sitz, und die Strakung des Rumpfes eine saubere Linie hat. Nachdem diese Arbeiten erledigt waren, konnte mit der Beplankung begonnen werden. Die erste Planke wurde an der Deckkante auf beiden Seiten angebracht und dann immer weiter, eine Planke nach der anderen, Richtung Kiel. Zum Teil mussten die Planken zum Bug hin verjüngt werden, um eine saubere Oberfläche zu bekommen. Da diese Arbeiten sehr Zeitintensiv waren, habe ich nebenbei die beiden Nagelbänke, welche um den Großmast und den Fockmast angebracht werden, aus Mansonia-Leisten angefertigt. Auch bei diesen Teilen musste, wie auch bei den Grätingen, Luckendeckel und Kompasshäuschen, sorgfältig und vorsichtig gearbeitet werden, da sie sehr klein sind.

Die Beplankung des Rumpfes nahm weiter Formen an. Zum Kiel hin mussten die Planken alle angepasst werden. Nachdem die letzte Planke am Kiel angebracht war, wurden die kleinen Nägelchen, welche zur Fixierung verwendet wurden, wieder herausgezogen. Anschließend wurde mit Hilfe eines feinen Pinsel einige Tropfen Wasser auf die Löcher geträufelt, damit das Holz anschwillt und die Löcher so weit wie möglich wieder zugingen. Zum Abschluss der Rumpfbeplankung wurde diese grob verschliffen. Auch wenn es erst ein Grobschliff war, konnte sich das Ergebnis sehen lassen.

 

 

Fortsetzung folgt.

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